Kooperative für Text und Regie

ICH WEINE AUCH IMMER. ICH WEINE IMMER-IMMERZU. ABER NUR GANZ TIEF IN MEINEM INNERN, DAMIT NIEMAND ES HÖRT. UND GEORGE WEINT AUCH IMMERZU. WIR WEINEN BEIDE IMMERZU...UND DANN, WEIßT DU, WAS WIR TUN? WIR WEINEN, STELLEN UNSERE TRÄNEN IN DEN EISSCHRANK, BIS SIE ZU EIS GEFROREN SIND, UND DANN...DANN TUN WIR SIE IN UNSEREN WHISKY.
(Edward Albee)
 
PREMIERE 25.05.2019
WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?
von Edward Albee
Regie: ELINA FINKEL
Theater Osnabrück
 
 
 
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Zwischen Bäumen, Wiesen, Himmel und feuchter Erde wimmelt es im Wald vor Leben. Vielgestaltige Wesen bahnen sich ihren Weg durch die Jahreszeiten. Sich hier zurecht zu finden, lernt das Rehkitz Bambi von seiner Mutter. Als sie plötzlich verschwindet, ist er auf sich allein gestellt.  Die Donnerwesen der Stadt hätten wieder einmal zugeschlagen, munkeln die kleinen Tiere des Waldbodens. Während alle anderen nur an sich und das nächste Fressen denken, ist Bambis Freundin Faline die einzige, die ihn versteht. Denn Bambi spricht nur noch in Musik. Zusammen träumen sie von einer neuen Waldordnung, in der Platz für Gemeinsamkeit und gegenseitige Hilfe unter allen Tieren ist. Doch bis alle überzeugt sind, muss erst eine Katastrophe geschehen.

Die eigens für das THEATER AN DER PARKAUE entwickelte Neubearbeitung des Romans von Felix Salten (1869–1945) bringt unser heutiges Verhältnis von Mensch und Natur auf die Bühne. Nicht die Jagd allein, sondern die Verdrängung natürlicher Lebensräume durch den Menschen wird zunehmend zur Bedrohung für die Tierwelt.

Regisseurin Marie Bues, seit 2013 zusammen mit Martina Grohmann Leiterin des Theater Rampe in Stuttgart, setzt in ihrer »Bambi« Inszenierung auf geballte Ensemblekraft und Musik. Nicht zu verwechseln mit Disneys gleichnamiger Verfilmung aus dem Jahre 1942, die von Saltens Original weit entfernt ist.

© Theater an der Parkaue Berlin