Kooperative für Text und Regie

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Resi ist Schriftstellerin und Mutter von vier Kindern. Sie lebt in einer Altbauwohnung in Berlin Mitte. Den moderaten Mietpreis verdankt sie einem ihrer Freunde. Bei deren Baugemeinschaft kann sie, ein Aufsteigerkind ohne finanzielles Erbe, ohnehin nicht mithalten. Da ist sie raus. So wie bald aus ihrer Wohnung. Denn beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. "Wieder viel zu viel gegessen", ist der einzige Satz, den ihre Mutter ihr in einem Tagebuch hinterlassen hat. Resi möchte ihrer Tochter die ganze Wahrheit sagen. Davon erzählen, dass es nicht egal ist, woher man kommt, dass nicht jede*r die gleichen Chancen hat, dass Kinder haben nicht immer nur glücklich macht, dass seine Träume zu leben, einen verdammt hohen Preis haben kann. Anke Stelling schreibt wütend, witzig, kränkend genau und rücksichtslos ehrlich.

(Quelle: Theater Bremen)

In Anke Stellings Roman einer Aufsteigerin werden die starken Affekte – Wut, Zorn, Stolz – literarisch produktiv. Im Rückblick auf verlorene Illusionen entsteht eine verstörend uneindeutige, scharf belichtete Momentaufnahme der Gegenwart.

Jurybegründung zur Nominierung zum Preis der Leipziger Buchmesse 2019