Kooperative für Text und Regie

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Der Roman des israelischen Autors David Grossman, erschienen 2020, erzählt die Geschichte eines Verrats, der aus Liebe geschah und das Leben einer ganzen Familie für immer veränderte. Es gebe einen Film, der Titel falle ihr gerade nicht ein, sagt die Figur Gili darin einmal, in dem der Held in die Vergangenheit zurückkehrt, um dort etwas zu korrigieren, »um einen Weltkrieg zu verhindern oder so«. Und das ist das Thema: Lässt sich Vergangenes erzählend korrigieren? Am 90. Geburtstag ihrer Großmutter Vera beschließt Enkelin Gili, einen Film zu drehen. Mit Gilis Mutter, Veras Tochter Nina, werden sie auf die frühere Gefängnisinsel Goli Otok reisen. Veras Lebensgeschichte soll endlich erzählt werden, Stück für Stück rekonstruiert und auf Film gebannt, bevor Ninas beginnende Demenz deren eigene, verdrängte Erinnerungen auslöscht. Was genau geschah damals, als Vera von der jugoslawischen Geheimpolizei unter Tito verhaftet wurde? Warum war sie bereit, ihre kleine Tochter wegzugeben und ins Lager zu gehen, anstatt sich durch ein Geständnis freizukaufen?

(Quelle: Homepage Staatstheater Braunschweig)