Kooperative für Text und Regie

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Audiowalk des Theaters St.Gallen in der Kunstzone der Lokremise

Prekäre Privatsituationen, enttäuschte Hoffnungen, geschlossene Vorhänge, Quarantäne, Desaster auf den Intensivstationen dieser Welt, Verschwörungstheorien, Gendergap, klaffende soziale Unterschiede, Revolte, Ausnahmezustände, machtpolitische Verschiebungen
… Die Gesichter hinter Masken und die Körper auf Distanz – der potentielle Feind in Form von sprungbereiten Viren im Anderen … was, wenn wir uns daran gewöhnen? Oder im Gegenteil: was wäre, wenn uns dieser jammerhafte Zustand solidarischer, bewusster, liebevoller werden liesse? Wie wird sich das Zusammenleben auf diesem Planeten verändern? 

Zum wiederholten Mal stellt die Corona-Pandemie unsere Gesellschaft weltweit vor ungeheuere Herausforderungen. Die gesundheitlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Auswirkungen werden uns noch lange beschäftigen. Zugleich müssen wir als Kulturschaffende neue Formen finden, die dem social distancing gerecht werden, aber auch unserem Auftrag, gesellschaftliche Prozesse aktiv zu begleiten.
So entstand der Gedanke zu einer ungewöhnlichen, spartenübergreifenden Koproduktion des Schauspielensembles mit dem Kunstmuseum Sankt Gallen. In der Ausstellung Città irreale werden raumgreifende und skulpturale Arbeiten aus den Beständen des Kunstmuseums zu sehen sein, die zum Teil begehbar sind und sich auf einen sozialen Kontext beziehen. In dem gleichnamigen Audiowalk können Besucher*innen der Ausstellung über Kopfhörer erleben, wie diese Landschaft vergangener Utopien und Distopien zu neuem, fiktivem Leben erwacht. Die Kunst-Objekte werden zu Reflektionsräumen einer Città Irreale, einer Stadt, die es nicht gibt, aber geben könnte. (Quelle: Homepage Theater St.Gallen)
 
Regie Anja Horst und Jonas Knecht
Autorinnen Julie Paucker und Maria Ursprung
Sounddesign Albrecht Ziepert
Sprecher*innen Anna Blumer, Birgit Bücker, Pascale Pfeuti, Tobias Graupner, Christian Hettkamp, Fabian Müller, Frederick Rauscher.
 
Kunstwerke von: Nina Beier, Christoph Büchel, Bob Gramsma, Alex Hanimann, Sara Masüger, Jessica Stockholder