Kooperative für Text und Regie

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Petra verbringt ihre Zeit am liebsten im Paunsdorf Center. Da gibt es ein Cineplex, den Hot Dog King, Dunkin Donuts, Burger Love (da würde sie aber niemals essen) – und einen Springbrunnen. Doch der sieht irgendwie anders aus, seitdem Jan L. – Petras ehemaliger Schulfreund und Bundeswehrsoldat im Einsatz in Afghanistan – sich dort in Brand gesteckt hat. Petra versteht es nicht, checkt einfach nicht, warum er so sterben musste, warum er ein Zeichen sein wollte und warum überhaupt so oft Bäume zum Andenken gepflanzt werden. Mit der Videokamera ihres Handys ausgestattet besucht Petra Personen, die Jan L. gekannt haben und startet den Videoblog WHEN THERES NOTHING LEFT TO BURN YOU HAVE TO SET YOURSELF ON FIRE. Wie ist es möglich, Erfahrungen und Traumata – von Gewalt, Verlust und Begegnung – in einer immer schneller werdenden Welt zu kommunizieren und zu verarbeiten? Welche unsichtbaren Einflüsse hat Krieg in unserem Alltag, wie oft schauen wir weg? Petra will nach rechts und links schauen, will verstehen, recherchieren und Lösungen finden. Doch es bleibt die Frage, ob ihr forschender Blick ausreicht, um der (selbst)zerstörerischen Logik ihrer und Jan L.s Welt zu entkommen.