Kooperative für Text und Regie

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Fake News und alternative Wahrheiten konstruieren Welten rund um unterirdische Höhlensysteme, Chemtrails und geheime Machteliten. Dabei sind Verschwörungserzählungen keine harmlosen Sci-Fi-Märchen, sondern konkrete Gefahren für das demokratische Gemeinwesen. Faktenchecker wie das Recherchezentrum Correctiv versuchen Falschmeldungen und Desinformationen entgegenzuwirken. Correctiv ist seit 2017 Teil des International Fact-Checking Network, das 2021 für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.

In Zusammenarbeit mit Correctiv entwickelt der Regisseur Felix Krakau eine Verschwörungssimulation im Düsseldorfer Stadtraum. Die Zuschauer*innen begeben sich als eine Gruppe von Proband*innen einer groß angelegten Studie der Agency for Legal Interception of Conspiracy Elements auf die Spur eines Komplotts. Dabei ist es ein Mord am helllichten Tag, der Rätsel aufgibt und die Proband*innen durch Hofgarten und Etablissements hinein in eine unsichtbare Welt führt. »Wenn nichts wahr ist, dann ist alles Spektakel«, sagt der Historiker Timothy Snyder. Was aber ist Wahrheit? Was für eine Sehnsucht tragen wir in uns, in eine andere Realität einzutreten? Die Simulation lädt zu einer spekulativen Stadterkundung ein. (Quelle: Website Düsseldorfer Schauspielhaus)