rua. Kooperative für Text und Regie
Kooperative für Text und Regie
◀ zurück

Felix Krakau

Felix Krakau
© David Eberhard

Vita

www.felixkrakau.com

Felix Krakau, geb. 1990 in Hamburg, studierte Regie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und als Gast Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Assistenzen und Hospitanzen am Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Schauspiel Frankfurt und der Schaubühne Berlin. Er wurde ausgezeichnet u. a. mit dem Moerser Literaturpreis, war Finalist beim Kleist-Förderpreis für junge Dramatik und erhielt Einladungen zum 23. und 26. open mike und zum Frankfurter Autorenforum. 2017 realisierte er im Regieduo mit dem Schauspieler André Kaczmarczyk die szenische Installation „Jeff Koons" (Rainald Goetz) in der Kunstsammlung Philara. An der Schnittstelle von Überschreibung und Neudichtung, Realität und Fiktion, Quatsch und bitterem Ernst Arbeit mit Profis & Expert*innen, u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Schauspielhaus Wien und an der Neuköllner Oper Berlin. Seine Arbeiten wurden eingeladen zum Körber Studio Junge Regie, dem Theatertreffen der Jugend, den Hessischen Theatertagen und zum Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender.

Texte

  • Ödipus

    SIE WOLLEN DEN TEXT LESEN?
    ZUR TEXTBESTELLUNG GEHT ES HIER.



    Wir erzählen heute eine Geschichte,
    die durch die Jahrhunderte, die Jahrtausende getragen wurde,
    in immer neue Hände gegeben und Worte gekleidet,
    die von Ohr zu Ohr geflüstert, neugeschrieben und widerrufen,
    deren Niederschriften verloren wurden, verschüttet oder verbrannt,
    die immer wieder aufs Neue erzählt wurde, in der Hoffnung,
    dass zwischen den Varianten etwas aufscheint, eine – naja – Wahrheit.


    So startet das Team Theben aka known as Der kleinste Chor der Welt in die Überschreibung des Ödipus-Stoffs von Felix Krakau. Der Mörder von Laios, dem ehemaligen König von Theben, muss gefunden werden, um die Stadt von der Seuche zu befreien. So prophezeit es das Orakel von Delphi. Und Ödipus, der, als er das Rätsel der Sphinx löste und sie damit besiegte, ihr neuer Herrscher wurde, setzt alles daran, die Bluttat aufzuklären, die Stadt und seine Bürger:innen zu retten. Die Ermittlungen laufen also schnell auf Hochtouren. Die Versuche von Iokaste, seiner Mutter und Ehefrau, Kreon, ihrem Bruder, und Tereisias, dem Seher, ihn vor seinem Schicksal zu bewahren, wertet Ödipus - bald überall Verschwörung witternd - gegen sich. So stürzt er in diesem dysfunktionalen Familiengeflecht, in dem er Suchender und Gesuchter zugleich ist, am Ende in einen um so tieferen Abgrund.
    Und auch der Chor, im antiken Drama als Stimme der Vernunft agierend, hat keinerlei Macht mehr, die Handlung ins rechte Licht zu rücken: Wir stehen hier völlig von der Handlung abgeschnitten vor dem Vorhang. Da ist kein Durchkommen. Wir kommen einfach nicht durch den Vorhang.

    Mal zart-ironisch, mal komisch-ernst erzählt Felix Krakau den uralten Mythos um Schuld, Scham und Verdrängung als gegenwärtigen tiefenpsychologischen Politthriller.

    4 Spieler:innen, plus Chor
    UA: 03.09.2022, Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Felix Krakau

  • SHOWTIME (ein enttäuschender Abend)

Regie

  • 03.09.2022
    Ödipus
  • SHOWTIME (ein enttäuschender Abend)
  • Reality Check - eine Verschwörungssimulation
  • O Fortuna, #1: You'll never walk alone
  • Opera for Sale
  • Café Bravo #3
  • Peer Gynt