Kooperative für Text und Regie

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Als ich einmal tot war und Martin L. Gore mich nicht besuchen kam

von Bues / Mezger / Schwabenland

Als ich einmal tot war und Martin L. Gore mich nicht besuchen kam
© Rob Lewis

Dave Gahan, Sänger von Depeche Mode, hat ein Imageproblem. Er löst es Anfang Neunziger so, wie es sich für den Rockstar, der er sein möchte, gehört: Tätowierungen, Heroin und ja, Tod. Von seinen zwei Minuten Todsein erzählt er seither gerne und in immer neuen Varianten. Die Wahrheit und die Ordnung der Ereignisse sind ihm derweil längst abhanden gekommen: Liegt er immer noch in diesem Hotelzimmer? Oder mitten in Auseinandersetzungen mit Bandchef Gore? Oder auf diesem Bärenfell von Britney Spears, die sich gerade an seinem Schritt zu schaffen macht?

ALS ICH EINMAL TOT WAR UND MARTIN L. GORE MICH NICHT BESUCHEN KAM steigt ein in den Kopf von Popdarsteller Gahan, in dessen Lebenszentrum ein Erlebnis steht, das ihm Tiefe verleihen und ihn ausmachen soll, nur dass er sich selbst leider nicht mehr daran erinnern kann. Und er erinnert sich und Andere gerade darum immer wieder und immer wieder neu daran. Ein Stück über das Erinnern, dem nicht zu trauen ist. Und über die Arbeit an der eigenen Geschichte.


Produktion von Bues/Mezger/Schwabenland in Koproduktion mit dem Schlachthaus Theater Bern, dem Theater Rampe Stuttgart, dem Theater Winkelwiese Zürich und dem Südpol Luzern.

UA: 22.04.2015 am Schlachthaus Theater Bern.

Text: Daniel Mezger
Regie: Marie Bues
Spiel: Dennis Schwabenland
Ausstattung: Heike Mondschein
Musik: Kat Kaufmann
Dramaturgie: Martina Grohmann
Sounddesign: Joachim Budweiser
Licht: Tonio Finkam
Produktionsleitung: Annette von Goumoëns