Kooperative für Text und Regie

◀ zurück

Marie Bues

Marie Bues
© Felix Grünschloss

Vita

www.mariebues.de

Marie Bues ist Regisseurin und Künstlerische Leiterin des Theater Rampe Stuttgart. Sie studierte Schauspiel an der Staatlichen Hochschule in Stuttgart. Seit 2008 inszeniert sie als freie Regisseurin am Theater Basel, Theater Osnabrück, Residenztheater München, Staatstheater Saarbrücken, Staatstheater Karlsruhe, Nationaltheater Mannheim, Theater Lübeck u.v.a. An Produktionshäusern wie den Sophiensaelen Berlin, der Garage X Wien oder dem Schlachthaus Theater Bern arbeitet sie in unterschiedlichen freien Konstellationen wie dem Theaterkollektiv bureau, Mother T.Rex und Bues/Mezger/Schwabenland. Seit 2013 leitet sie gemeinsam mit Martina Grohmann das Theater Rampe in Stuttgart, an dem sie einen Schwerpunkt auf Gegenwartsdramatik und experimentelle, diskursive und interdisziplinäre Theaterpraktiken legt. In diversen Koproduktionen und Kollaborationen arbeitet sie unter anderem als Regieduo mit der Choreographin Nicki Liszta und ihrer Company backsteinhaus produktion (z.B. PARADIES FLUTEN von Thomas Köck). Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie auch mit Autor*innen wie Felicia Zeller, Sivan Ben Yishai, Thomas Köck und Nicoleta Esinencu. Marie Bues ist Jurymitglied für die Kunststiftung Baden-Württemberg und unterrichtet an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Regie

  • Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde
    von Oliver Schmaering nach Felix Salten 
    UA: 30.04.2019, Theater an der Parkaue Berlin
  • Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei
    von Felicia Zeller nach Alfred Döblin
    UA: 22.02.2019, Theater Magdeburg, Koproduktion mit dem Theater Rampe Stuttgart  

    Marie Bues’ Inszenierung versucht, die überbordenden Motive und Handlungsstränge mit spartanischer Konkretion zu bändigen. Dabei wechseln die fünf Spieler*innen immer wieder die Rollen: Marie Ulbricht zum Beispiel, die mit Hilfe ihres beträchtlichen komödiantischen Potentials und einer Batterie von Bärten, die sie aus den Taschen ihres Overalls zieht, gleich eine ganze Armada von Politikern belebt und karikiert. Chorisches Sprechen, Marschieren und Sterben steht neben kleinen Szenen und Figurenporträts. Die beweglichen Metall-Rost-Module der Bühne von Heike Mondschein und Indra Nauck lassen sich ebenso gut als Podeste für Redner wie als Barrikaden im Straßenkampf verwenden.

    (Esther Slevogt, 22.02.2019, nachtkritik)

  • Die tonight, live forever oder Das Prinzip Nosferatu
    von Sivan Ben Yishai
    UA: 30.11.2018, Theater Lübeck

    Diese Inszenierung ist laut, wild und schnell, ist bilder- und temporeich. Bues und Liszta schaffen Irritationen und Assoziationen, lassen Schauspieler und Tänzer zu Höchstform auflaufen und gleich darauf in gespielter Erschöpfung zusammenbrechen. Meist rauscht der Abend über die Bühne wie ein Film im Fast-Forward-Modus.

    (Katrin Ullmann, 30.11.2018, nachtkritik)

  • Who run the world: Das Evangelium nach Maria / Die Apokalypse nach Lilith
    von Nicoleta Esinencu
    UA: 28.09.2018, Theater Rampe Stuttgart