rua. Kooperative für Text und Regie
Kooperative für Text und Regie

Laura N. Junghanns

Laura N.  Junghanns
© Maša Stanić

Vita

http://lnj-art.com/

LAURA N. JUNGHANNS, 1991 im geografischen Osten Deutschlands geboren, ist Regisseurin, Autorin und Musikerin.

Sie studierte Regie an der Folkwang Universität der Künste und ist seit 2018 als freie Regisseurin tätig.
Laura N. Junghanns inszenierte am Schauspiel Dortmund (u.a. ORLANDO nach Virginia Woolf, EVERYTHING BELONGS TO THE FUTURE nach Laurie Penny, sowie FAMILIEN GEGEN NAZIS, welches sie auch selbst schrieb), am Hessischen Landestheater Marburg (NORA nach Ibsen und PA-RA-DA eine Stückentwicklung im Stadtraum), am Staatstheater Kassel (YOUR VERY OWN DOUBLE CRISIS CLUB nach Sivan Ben Yishai und MINISTERIUM DER TRÄUME nach Hengameh Yaghoobifarah), sowie am Volkstheater Wien (DER TERMIN von Katharina Volckmer, DIE COUSINEN von Nava Ebrahimi und PRIMA FACIE von Suzie Miller).

Nach der Produktion einer Vielzahl von Musikvideos und experimentellen Kurzfilmen feierte 2022 ihr erster Langspielfilm RE:PLAY - DIE LETZTE SPIELZEIT bei den Internationalen Hofer Filmtagen Premiere.
Zudem kuratierte und moderierte sie von 2019-2023 gemeinsam mit dem Dramaturg Dirk Baumann die queer-feministische Talk-Reihe BUTLER BUTCH BEYONCÉ.

Seit 2016 tritt sie zudem als Theatermusiker*in HANNS in Erscheinung und komponiert Theaterscores für die Physical Theatre Company KimchiBrot Connection, sowie die freie Kölner Theatergruppe Studio Trafique, das Tanzenemble des Staadttheater Gießens, sowie für eine Vielzahl ihrer eigenen Inszenierungen.

Texte

Ein Sohn und eine Tochter kehren zum Geburtstag ihrer Mutter zurück in ihr Familienhaus. Vater steigt immer wieder in den Keller hinab, Mutter stopft die Bäuche ihrer Familie und wischt routiniert jede Ungereimtheit beiseite während Oma unbeteiligt und vergessen vor dem Television versinkt. Der überarbeitete Sohn ist zum ersten Mal seit vier Jahren wieder zu Besuch. Mit seiner lang ersehnten Rückkehr wird seine jahrelange Abwesenheit überdeutlich spürbar. Irritierende Geräusche dringen aus dem Keller, etwas Pelziges breitet sich aus, ein unaufhörliches ping ertönt und unterbricht die Inszenierung familiärer Normalität. In Ansätzen, Wiederholungen und Abbrüchen sprechend umkreist die Familie das Ungesagte. In diesem eigentümlichen, spukhaften Sprachrhythmus werden die Stillen laut und die Lücken sichtbar. Das Haus wird dabei selbst zum Resonanzraum für familiäre Nähe und Distanz, für das, was überdeckt wurde und dennoch zurückkehrt.
"Das Blaue Haus" erzählt von dem, was unausgesprochen bleibt und von Erinnerungen, die nicht verschwinden, sondern ihre Form verändern. Es ist ein Stück über das Sprechen und eine Familie am Rand des Sagbaren.

Regie

19.10.2023
DIE COUSINEN (WA)
von Nava Ebrahimi, LAURA N. JUNGHANNS & Ensemble
Regie: LAURA N. JUNGHANNS
Volkstheater Wien

Extras


Phaidras Liebe
von Sarah Kane
Volkstheater Wien
Premiere: 12.09.2024