Kooperative für Text und Regie

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Ariane von Graffenried

Ariane  von Graffenried
© Alexander Jaquemet

Vita

www.avgraffenried.ch

Ariane von Graffenried ist Autorin und promovierte Theaterwissenschaftlerin, schreibt für die Bühne, fürs Radio, Zeitungen und die Wissenschaft. Sie ist Mitglied der preisgekrönten Autor*innengruppe Bern ist überall. Seit 2005 tritt sie als Spoken-Word-Performerin mit dem Musiker und Klangkünstler Robert Aeberhard im Duo Fitzgerald & Rimini auf. Zuletzt erschien das Buch Babylon Park (2017), für das sie den Literaturpreis des Kantons Bern erhielt.

Von Graffenrieds Texte kippen vom Konkreten ins Poetische und zurück, mal Deutsch, mal Englisch, mal Dialekt, sie ist eine Geschichtenerzählerin des Geheimen und Verborgenen, eine ebenso raue wie galante Berichterstatterin aus den Halbwelten des Mondänen, eine literarische Umgarnerin der provinziellen Unterwelt.

Texte

  • Donkey der Schotte und das Pferd, das sich Rosi nannte
    frei nach dem Roman von Cervantes

    Im Stall stehen Esel und Ross: Donkey der Schotte –weil sein Fell so gemustert ist wie ein Schottenrock – und das Pferd, das sich Rosi nannte, weil sein Herr doch glatt seinen Namen vergessen hat. Sein Herr heißt Herr Ritter und ist ein pensionierter Lehrer und passionierter Leser von Ritterromanen. Seit er viel vergisst und vieles verwechselt, sorgt Sancha Pančić, eine unfreiwillig Weitgereiste mit einer weitverzweigten Verwandtschaft, für ihn. Doch Herrn Ritters Tochter Antonia traut Frau Pančić nicht und will ihren Vater in eine Seniorenresidenz geben. Als dann auch noch eine übereifrige Politikerin in Herrn Ritters Garten Windräder aufstellen lassen will, nehmen Herr Ritter und Frau Pančić Reißaus. Donkey und Rosi tun es ihnen gleich und die Schicksalsgemeinschaft macht sich auf eine abenteuerliche Suche nach Herrn Ritters geliebter Katze Dulcinea. Durch Herrn Ritters Augen wird alles zu etwas anderem als was es vorgeblich scheint: Eine Raststätte wird zur Burg, Kinder zu gefangenen Zwergen, eine Schafherde zu einem Kriegsgetümmel, ein Unwetter zu einem feuerspeienden Drache und Windräder zu gefährlichen Riesen. Ein aus einem Käfig befreiter Löwe hingegen erweist sich als harmloser Popcornverkäufer. In die Geschichte des berühmten Ritters von der traurigen Gestalt webt das Berner Autorenduo aktuelle Themen wie Alter, Migration und saubere Energie mit ein.

    DONKEY DER SCHOTTE UND DAS PFERD, DAS SICH ROSIE NANNTE ist ein Stück über Freundschaft und Zusammenhalt, eine Abenteuerreise auf dem Rücken eines Esels und eines Pferdes, die sich sehr mochten.  

    8 Spieler*innen, für Kinder ab 6 Jahren

    UA: 07.12.2018, Konzert Theater Bern, Regie: Sophia Bodamer