Kooperative für Text und Regie

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Leyla-Claire Rabih

Leyla-Claire Rabih
© Vincent Arbelet

Vita

www.grenierneuf.org

Leyla-Claire Rabih studierte von 1990 bis 1996 Theaterwissenschaften und Romanistik in Dijon, Lyon und Paris. Von 1997 bis 2002 folgte ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie inszenierte u.a. an den Sophiensaelen Berlin, dem Theater Konstanz, dem Theater an der Parkaue und dem Théâtre Dijon Bourgogne. Seit 2008 leitet sie die Compagnie Grenier Neuf in Dijon. Ihr Schwerpunkt liegt auf Gegenwartsdramatik. 

Seit 2013 beschäftigt sie sich künstlerisch mit der gescheiterten Revolution und dem Krieg in Syrien. Nach der Performance LETTRES SYRIENNES / LETTRES D'EXIL (2013) und der Inszenierung CHRONIQUES D'UNE RÉVOLUTION ORPHELINE arbeitet sie derzeit an TRAVERSES und einer autobiografischen Solo-Performance.
Für TRAVERSES reiste Leyla-Claire Rabih im Herbst in den Libanon und führte Interviews mit syrischen Geflüchteten. Zum Blog des Residenzaufenthalts im Libanon in französischer Sprache geht es hier.

Außerdem übersetzt Leyla-Claire Rabih Stücke aus dem Deutschen ins Französische und umgekehrt. Seit 2011 gibt sie gemeinsam mit dem Übersetzer Frank Weigand die Theateranthologie SCÈNE - neue französische Theaterstücke heraus.

Inzenierungen (Auswahl): CHRONIQUES D'UNE RÉVOLUTION ORPHELINETexte von Mohammad Al Attar und Leyla Rabih, Grenier Neuf, CDN Dijon, MC93, TPE Choisy-leRoi 2017 // DAS ENDE VON EDDY, Edouard Louis, Theater an der Parkaue Berlin 2017 // KASPAR HÄUSER MEER Felicia Zeller, Theater Heilbronn 2014 // DAS BLAUE, BLAUE MEER, Stockman, Grenier Neuf, Dijon 2013 // KAMPF DES NEGERS UND DER HUNFE, Koltes, SST Saarbrücken 2012

Hörspiel: MEIN FREMDES LAND, Text: Leyla-Claire Rabih, Regie: Anouschka Trocker, RBB 2018, nominiert für den ARD-Hörspielpreis

Übersetzungen (Auswahl): LES SÉPARABLES von Fabrice Melquiot, mit Frank Weigand, ausgezeichnet mit dem Deutschen Kindertheaterpreis 2018 // FRÄULEIN AGNES von Rebekka Kricheldorf, mit Frank Weigand // LA VIE DE MARCHANDISE von William Pellier, mit Frank Weigand // VINETA von Fritz Kater , zusammen mit Pascal Paul-Harang, L’arche Editeur. 2006

Regie

  • Die Zertrennlichen
    von Fabrice Melquiot
    Aus dem Französischen von Lelyla-Claire Rabih und Frank Weigand
    Premiere: 27.03.2019, Theater an der Parkaue Berlin
  • Chroniques d’une révolution orpheline
    Texte von Mohammad Al Attar und Leyla-Claire Rabih
    Premiere: 17.03 2017, Théâtre-Cinéma Paul Éluard, Choisy-le-Roi

    Im Frühjahr 2011 finden in Syrien Demonstrationen gegen die Regierung statt und wecken nicht nur dort die große Hoffnung, dass sich das syrische Volk von der Diktatur befreit.

    Leyla-Claire Rabih beschäftigt sich anhand dreier Stücke des Autors Mohammad Al Attar, der 2012 sein Land verlassen musste, mit Etappen der syrischen Revolution: Erste enthusiastische Protestversammlungen, Mut zum politischen Engagement und brutale Unterdrückungsmaßnahmen. Brüche, die die Gesellschaft, bis in die Familien hinein, spalten. Auf der Bühne verweben Künstler*innen unterschiedlicher Herkunft die Texte mit persönlichen Recherchen, lassen Erfahrungsberichte sowie Videobilder einfließen.
    Die Chronik der Ereignisse wird dabei zu einer Reise durch verschiedene Erzählformen: vom Email-Verkehr zum Road Movie, vom Kammerspiel zum Dokumentartheater.