rua. Kooperative für Text und Regie
Kooperative für Text und Regie
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Tine Rahel Völcker

Tine Rahel Völcker
© Cocoon Media

Vita

Tine Rahel Völcker ist Autorin von Theaterstücken, Hörspielen und Prosa. Ihre Arbeiten thematisieren häufig die Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen und suchen Wege über Gewalt zu sprechen, ohne sie zu reproduzieren. Sie arbeitet gern kollaborativ und ist in queerfeministischen Projekten tätig. Theaterstücke von ihr wurden u.a. am Wiener Schauspielhaus (Die Eisvögel), in Weimar (Die Höhle vor der Stadt in einem Land mit Nazis und Bäumen), am Maxim Gorki Theater Berlin (Madame Bovary), am Düsseldorfer Schauspielhaus (Kein Science Fiction und Eine Orestie) und zuletzt, in eigener Regie, am Berliner Ballhaus Ost (Frauen der Unterwelt) aufgeführt. 2020 erschien ihr Prosadebüt Chantal Akermans Verschwinden. Les Rendez-vous de Tarnów

Tine Rahel Völcker verband eine jahrelange Zusammenarbeit mit dem Gustav-Kiepenheuer-Bühnenverlag, bei dem sich nach wie vor alle dramatischen Arbeiten von ihr finden, die bis 2015 entstanden.


Texte für die Bühne sind mehr als alle anderen literarischen Formen an eine unmittelbare Öffentlichkeit gerichtete Texte, politische Texte.
Die Wirkung der Worte vergrößert sich im Resonanzraum des Publikums.
Die Wirkung des in den Worten enthaltenen Arsens, um mit Victor Klemperer zu sprechen, entfaltet sich von einer Bühne aus um ein Vielfaches rascher und klarer, die Wirkung der Liebe, der Neugier und Lebensfreude, die sich ebenfalls über Sprache bildhaft verbreiten und Möglichkeiten schaffen kann, aber genauso. Es ist immer eine Entscheidung: Was will ich mit der Sprache, was habe ich mit ihr, der deutschen Arsen-Sprache, zu verhandeln? Und vielleicht die wichtigste Frage: welche Stimme will ich auf der Bühne hören?

(Tine Rahel Völcker)

Texte

  • Adam und die Deutschen (Die Mühle)
    Ein Traumspiel
  • Frauen der Unterwelt. Sieben hysterische Akte

Extras

Übers Theaterschreiben.pdf

Tine Rahel Völcker im Gespräch mit Massimo Maio bei DEUTSCHLANDFUNK KULTUR über ihr Buch Chantal Akermans Verschwinden. Les Rendez-vous de Tarnów, erschienen bei SPECTOR BOOKS.

Fünf Tage Lublin ein Jahr.pdf