Kooperative für Text und Regie

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Malte Abraham

Malte Abraham
©Marcel Wogram

Vita

Malte Abraham, geboren 1988 in Hamburg. Studierte Sprachkunst in Wien und Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin. Für den Deutschlandfunk hat er sein Theaterstück DIE WEITE WEITE SOFALANDSCHAFT als Hörspiel produziert und ist damit für das Hörspiel des Jahres und den Prix Europa nominiert. Zuletzt erhielt er das Österreichische DramatikerInnenstipendium und das Arbeitsstipendium der Film- und Medienstiftung NRW. In der Spielzeit 19/20 war er Hausautor am Theater Koblenz, wo zusammen mit Svenja Viola Bungarten das Stück WO WENN NICHT WIR entstanden ist, das in Auszügen in der Edit veröffentlich wurde und 2021 in Koblenz uraufgeführt wird. Darüber hinaus betreibt er mit dem Kollektiv Kabeljau & Dorsch eine Late-Night-Show an der Volksbühne Berlin und einen Podcast im Internet. 

Texte

  • DIE WEITE WEITE SOFALANDSCHAFT


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    Dem Reisebüro TROPICK droht die Insolvenz, als dessen Chef Thomas Tropick verzweifelt versucht, sich selbst zu entlassen. Während seine Angestellten darum kämpfen, nicht in der Konkursmasse mit unterzugehen, versucht Arno Zilla sich zu Hause in seiner Badewanne über Wasser zu halten. Seit zwei Wochen liegt er darin, weil hinter der Badezimmertür das Homeoffice lauert.
    Ein groteskes Stück über entgrenzte Arbeit und grenzenlosen Urlaub.

    6 Spieler*innen, frei zur UA

    DIE WEITE WEITE SOFALANDSCHAFT ist eine über weite Strecken witzige, immer wieder auch die Opfer des kritisierten Systems entlarvende Erzählung über die Konkursmasse Mensch. Über einen Teufelskreis, in dem untergeht, wer sich nicht anpasst an die neue Arbeitswelt. Und verrückt wird, wer sich ihr aussetzt.

    (Stefan Fischer, 04.02.2020, Süddeutsche Zeitung)

    Indem die Protagonist*innen vorführen, wie egozentrisch und zugleich gefangen das westliche Individuum ist, schafft DIE WEITE WEITE SOFALANDSCHAFT ein Plädoyer gegen unser kapitalistisches Wirtschafts- und Wertesystem, das Sinnhaftigkeit und Anerkennung einzig an Erwerbsarbeit koppelt. Auf subtile Weise stellt das Stück dabei einen überraschenden und erhellenden Zusammenhang mit der Klimakrise her: Je überarbeiteter die Gesellschaft, desto dringender ihr Bedürfnis, durch möglichst weite Flugreisen wenigstens kurz der entgrenzten Arbeit zu entgehen.

    (Begründung der Jury, Hörspiel des Monats Februar 2020, Deutsche Akademie der Darstellenden Künste)