Kooperative für Text und Regie

◀ zurück

Mirja Biel

Mirja Biel
© Kerstin Schomburg

Vita

Mirja Biel wurde in Kiel geboren. Nach einer Ausbildung zur Theatermalerin am Theater Lübeck studierte sie zunächst Literatur-, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Berlin, 2003 begann sie ihr Studium der Theaterregie an der Theaterakademie Hamburg. Von 2008 bis 2014 arbeitete Mirja Biel mit dem bildenden Künstler Joerg Zboralski als Regieduo Biel / Zboralski zusammen. Gemeinsam inszenierten sie am Theater Bremen, DT Göttingen, am Nationaltheater Mannheim und am Theater Lübeck, wobei sie auch die Bühnenräume für ihre Arbeiten realisierten. Von 2013 bis 2016 war Mirja Biel Hausregisseurin am Theater Bonn. Dort entstanden u.a. LEONCE UND LENA, WELT AM DRAHT, DAS SCHLOSS, WERTHER [X] und RADIKAL. Außerdem arbeitet sie u.a. regelmäßig am Theater Lübeck, am Schauspiel Leipzig, am Theater Heidelberg und am Theater Erlangen. In der Spielzeit 2018/2019 inszeniert sie erstmalig am Münchner Volkstheater.

Ihre Arbeiten zeichnen sich durch starke ästhetische Setzungen, einen gesellschaftspolitischen Blick und einen vielschichtigen Zugriff auf klassische Stoffe aus.

Regie

  • Vor Sonnenaufgang
    von Ewald Palmetshofer
    Premiere: 30.11.2019, Theater Lübeck
  • Medea
    Premiere: 03.09.2019, Oldenburgisches Staatstheater
  • Alles weitere kennen Sie aus dem Kino
    von Martin Crimp
    Premiere: 30.06.2019, Münchner Volkstheater
  • Caligula
    von Albert Camus
    Premiere: 01.02.2019, Theater Lübeck
    Caligula
    © Kerstin Schomburg

    Der [Caligula] ist nämlich zwar wahnsinnig und grausam, aber er bebt auch vor viriler Männlichkeit, er hat in lichten Momenten halbwegs gute Argumente auf seiner Seite, und in schlechten hat er immerhin noch eine nackte Brust. Eine gefährliche Sexyness umgibt diese Figur, deren Handlungen ziemlich eins zu eins mit klug arrangierter Popmusik in den Abgrund rasen, The Cures "Boys don't cry" zur emotionalen Verhärtung, Grace Jones' "Slave to the Rhythm" zur Versklavung der Patrizier, DAFs "Der Mussolini" zum Umkippen des Systems in den Faschismus.

    (Falk Schreiber, 01.02.2019, nachtkritik)

    Die Lübecker Inszenierung von "Caligula" ist raffiniert gemacht. Sie ist skurril, aber auch brutal und sie lässt den Zuschauer nachdenken. Über sich selbst und die Welt. Nach knapp zwei Stunden ist die Show zu Ende, der Vorhang fällt. Caligula und sein Diener, der Erzähler vom Anfang, erscheinen noch einmal mit den Worten: "Wir sagen Dankeschön und auf Wiedersehen."

    (Katrin Bohlmann, 01.02.2019, NDR)