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Kooperative für Text und Regie
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Anah Filou

Anah Filou

Vita

Anah Filou aka Effe U Knust, geboren 1989, lebt in Wien. Hat Philosophie und Kunstwissenschaft in Linz und Szenisches Schreiben in Graz studiert. War an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Klasse für Performative Kunst und Teilnehmerin an: Schreibklasse am Schauspielhaus Wien, Interplay Europe in Schweden, Summer School Südtirol, Frankfurter Autor*innenforum für Kinder- und Jugendtheater, 24h Drama am Theater Konstanz, 96amstück in Basel, 4+1 am Schauspiel Leipzig, d.ramadan am Theater Oberhausen und Lit.Fest Stuttgart. Veröffentlichungen in Lichtungen, Bella Triste, Politisch Schreiben und anderen. Uraufführungen am Hessischen Landestheater Marburg mit den Regisseurinnen Carola Unser und Romy Lehmann und ab Herbst 2020 erste Stadtschreiberin Marburgs.

Texte

  • Am Hafen mit Vogel
  • Fleischwade
  • Pollesch wäre das nicht passiert
  • Weißer Rauch. Pocahontas im Virginia-Megastore



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    Land genommen, Frau genommen, Körper genommen

    Was passiert, wenn sich koloniale Verblendungen, stereotype Vorurteile und hierarchische Festlegungen aus ihrem historisch gewachsenen Fundament in das Gegenwärtige transformieren?
    In den 90ern ein Höhenflug: Die Liebe zwischen einem britischen Kolonialherren und der Native-American-Schönheit. Captain Smith trifft Pocahontas und ihre Liebe scheint alle Ungerechtigkeiten aus der Welt zu schaffen, scheint in unendlicher Philanthropie alles Schlechte aus dem Weg zu räumen - Menschlichkeit gewinnt immer. So zumindest im Disney-Liebes-Wunderland. Doch was steckt hinter der vergoldeten Überlieferung von Pocahontas? Da wird aus der Liebesgeschichte ein perfides Machtspiel in dem nicht nur das Land als bespielbare Fläche betrachtet wird, sondern auch der Mensch, im speziellen die Frau zu einem Objekt, das einem radikalen Werturteil ausgesetzt ist.
    In dem Monolog WEISSER RAUCH. POCAHONTAS IM VIRGINIA-MEGASTORE setzt Anah Filou die realen Beziehungen von John Smith, Pocahontas und ihrem Mann, dem Tabakhändler John Rolf in ein neues Licht und beschreibt so Strukturen der modernen Verkaufs- und Entertainmentgesellschaft. Kolonialismus ist die Geschichte mächtiger Männer und ihrer bewahrenden Überlegenheit. Vergänglich ist davon rein gar nichts, alles schreibt sich fort – auch wenn Trauerweiden sprechen können, Peggy Lee die Liebe besingt und diese Geschichten Kinosäle füllen. Was bleibt ist die Unterdrückung, 1607, 1995 und jetzt und es ist höchste Zeit für ein "Comeback das die Comebacks beendet."

    UA: 21.10.2019, Koproduktion Theater Drachengasse Wien und 3000THEATER, Regie: Anna Laner

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