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Kooperative für Text und Regie
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Anah Filou

Anah Filou

Vita

Anah Filou aka Effe U Knust aka Nikita Gin, geboren 1989, lebt in Wien. Hat Philosophie und Kunstwissenschaft in Linz und Szenisches Schreiben in Graz studiert. War an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Klasse für Performative Kunst und Teilnehmerin unter anderem an: Schreibklasse am Schauspielhaus Wien, Interplay Europe in Schweden, Summer School Südtirol, Frankfurter Autor*innenforum für Kinder- und Jugendtheater, 4+1 am Schauspiel Leipzig. Veröffentlichungen in Lichtungen, Bella Triste, Politisch Schreiben und anderen. Mit "Am Hafen mit Vogel" (Uraufführung 2019 am Hessischen Landestheater Marburg, Regie: Carola Unser) nominiert für den Kinderstücke-Preis der Mülheimer Theatertage 2020.

Texte

  • Am Hafen mit Vogel
  • Aus aktuellem Anlass: Delphine in Triest
  • Fleischwade
  • großes Wasser große Reise
  • kirschrotGALAXIE
  • Ötzi und das Eis oben
  • Pollesch wäre das nicht passiert
  • Weißer Rauch. Pocahontas im Virginia-Megastore



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    Land genommen, Frau genommen, Körper genommen

    Was passiert, wenn sich koloniale Verblendungen, stereotype Vorurteile und hierarchische Festlegungen aus ihrem historisch gewachsenen Fundament in das Gegenwärtige transformieren?
    In den 90ern ein Höhenflug: Die Liebe zwischen einem britischen Kolonialherren und der Native-American-Schönheit. Captain Smith trifft Pocahontas und ihre Liebe scheint alle Ungerechtigkeiten aus der Welt zu schaffen, scheint in unendlicher Philanthropie alles Schlechte aus dem Weg zu räumen - Menschlichkeit gewinnt immer. So zumindest im Disney-Liebes-Wunderland. Doch was steckt hinter der vergoldeten Überlieferung von Pocahontas? Da wird aus der Liebesgeschichte ein perfides Machtspiel in dem nicht nur das Land als bespielbare Fläche betrachtet wird, sondern auch der Mensch, im speziellen die Frau zu einem Objekt, das einem radikalen Werturteil ausgesetzt ist.
    Der Monolog WEISSER RAUCH. POCAHONTAS IM VIRGINIA-MEGASTORE setzt die realen Beziehungen von John Smith, Pocahontas und ihrem Mann, dem Tabakhändler John Rolf in ein neues Licht und beschreibt so Strukturen der modernen Verkaufs- und Entertainmentgesellschaft. Kolonialismus ist die Geschichte mächtiger Männer und ihrer bewahrenden Überlegenheit. Vergänglich ist davon rein gar nichts, alles schreibt sich fort – auch wenn Trauerweiden sprechen können, Peggy Lee die Liebe besingt und diese Geschichten Kinosäle füllen. Was bleibt ist die Unterdrückung, 1607, 1995 und jetzt und es ist höchste Zeit für ein "Comeback das die Comebacks beendet."

     

    1 Spielerin
    UA: 21.10.2019, Koproduktion Theater Drachengasse Wien und 3000THEATER, Regie: Anna Laner

     

  • Das Wunder von Sole