Alice weiss nicht, ob sie wach ist oder ob sie träumt. Eben ist ihr in der Schule noch schrecklich langweilig gewesen. Jetzt begegnet begegnet sie einem Kaninchen, dass zu einem wirklich dringenden Termin muss und kurzerhand beschließt Alice ihm zu folgen. Ohne zu wissen, dass das der Beginn ihrer Reise in das unberechenbare Wunderland sein wird. Hier fallen nicht nur Schlüssel von Himmel und die Zeit spielt nach ihren eigenen Regeln, nein, das Wunderland wird auch von der herrschsüchtigen und kontrollbesessenen Königin regiert. Doch Alice lässt sich nicht einschüchtern: sie schrumpft, wächst, verliert die Orientierung und findet sich doch immer wieder neu.
In seiner Bearbeitung des Klassikers Alice im Wunderland verbindet Philippe Heule die bekannten Figuren mit überraschend zeitgenössischen Motiven: Ein gestresstes Kaninchen auf Dauereinsatz, eine Maus mit Kamera, ein Dodo voller Selbstzweifel, ein verrückter Programmierer mit Hut, sowie eine Königin, die zwischen Machtfantasien und kindlichem Trotz schwankt. Jede Szene spielt mit den Sujets von Identität und der Frage, wer man eigentlich ist, wenn sich alles um einen herum verändert. Denn klar wird: das Ich, das ist doch viele!