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COMA

Mazlum Nergiz


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Zerstörung, Ausweitung, und Zeit bedeuten dem Körper gleichviel.

Ein Mann erfährt vom tödlichen Motorradunfall seines Bruders. Kurz darauf trennt er sich von seinem Partner und fliegt ins Ausland. Er ist eingeladen, auf einem Literaturfestival einen Vortrag über autobiografische Täuschungen zu halten. In der fremden Metropole angekommen, trifft er in einem Darkroom auf Miller, der ihn in die Cruising-Spots der Metropole einführt: hinein in den verwilderten Skulpturenpark, in eine verlassene Autowaschanlage und den letzten Wagon der rosa U-Bahnlinie. Eine atemlose Libertinage zwischen diesen Orten größtmöglicher Intimität und Anonymität und dem kargen Gästezimmer des Erzählers nimmt seinen Lauf. Eine heillose Odyssee zwischen Traum und Wirklichkeit, Rausch, Ekstase, verschwenderischer Zärtlichkeit und roher Gewalt. Mit einer an Selbstauslöschung grenzenden Entschlossenheit versucht der Mann sich zu häuten wie ein Falter, seine Vergangenheit abzustreifen. Doch das Echo der Gewalt und Trauer verfolgt ihn überall hin. Ein intimer, hypnotischer Trip durch Seele und Körper eines Getriebenen.

Mazlum Nergiz wurde für COMA mit dem Hans-Gratzer-Stipendium 2021 ausgezeichnet. Basierend auf dem Theaterstück erscheint eine Graphic Novel im MÄRZ Verlag, illustriert von Leonie Ott:
https://www.maerzverlag.de/shop/buecher/literatur/koma/

Besetzung variabel

UA: 29. Januar 2022, Schauspielhaus Wien, Regie: Marcel Schwald