Kooperative für Text und Regie

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Ich beiße mir auf die Zunge und frühstücke den Belag, den meine Rabeneltern mir hinterließen

von Tucké Royale
Ich beiße mir auf die Zunge und frühstücke den Belag, den meine Rabeneltern mir hinterließen

Wie reüssiert man als Pseudohermaphrodit an einer Schauspielschule, die das binäre Rollenkorsett Jahr für Jahr mit der Auswahl seiner Studierenden fortschreibt. Die Antwort ist einfach und brutal: Man passt sich an. Das geht eine Zeit lang gut, dann immer weniger und irgendwann hält man die falsche Performance nicht mehr aus. Und Tucké Royale wird geboren. In und mit diesem Namen hat die ganze Person Platz – als Kunstfigur auf der Bühne und im alltäglichen Leben. Tucké Royale „gibt“ die Rolle des Flüchtigen, krönt sich mit der Krone der Unpässlichkeit, fordert, provoziert und lockt uns mit der Frage: Wer schafft hier eigentlich welche Realität? Abschließende Lektionen in der Sprache des Uneindeutigen, performativer Irritationen scheinbar starrer Geschlechtsidentitäten, machen das Publikum zu „Herm“-Pionier*innen. 
Eine fröhlich-utopische Intervention verdichtet in einem zehnseitigen Text!

UA: 20.12.2013, Ballhaus Ost Berlin